Lerne unseren Gründer Léon Verhelst kennen.
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1872
Geburt von Léon Verhelst am 20. Februar in Diksmuide. Er wächst als drittes Kind einer zehnköpfigen Familie in der Brauerei seines Vaters, Het Gouden Kruis, auf.

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1888
Beginn des Studiums an der Brauereischule der Katholischen Universität Leuven, die von Jules Vuylsteke gegründet wurde. Hier legt er den Grundstein für seine spätere akademische und industrielle Karriere.

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1891
Er schließt sein Studium als Brauingenieur mit Auszeichnung ab. Nach einem kurzen Praktikum in der Familienbrauerei geht er ins Ausland, um sich weiter in Brautechniken und Sprachen (Englisch, Deutsch) zu vertiefen.
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1892-1898
Technischer Direktor bei der Brauerei Rodenbach in Roeselare. Er modernisiert die Produktion und erwirbt sich einen Ruf als Innovator.

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1898
Rückkehr nach Leuven: Verhelst heiratet Marie Nolf, die Nichte von Professor Vuylsteke, wird Geschäftsführer bei den Brauereien Artois und Professor an der Brauereischule, eine Position, die er 40 Jahre lang bekleiden wird.

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1901
Vorsitzender der Brauereien Artois NV: Verhelst wandelt die Brauerei in eine Aktiengesellschaft um, wird ihr erster Vorsitzender und bleibt dies bis zu seinem Tod im Jahr 1955. Er legt den Grundstein für die späteren internationalen Erfolge von Artois.
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1914-1918
Erster Weltkrieg
4. August 1914: Invasion Belgiens.
25. August 1914: Sein Haus wird von den Deutschen in Brand gesteckt; seine Privatbibliothek geht verloren.
Engagiert sich für das Comité des Notables, um die Lebensqualität in Leuven wiederherzustellen.
Exil in Frankreich, leitet aber weiterhin die Brauerei durch Briefwechsel mit Baron Eugene de Mevius. -
1919
Rückkehr nach Leuven: Nimmt seinen Lehrstuhl und Vorsitz wieder auf, mit einer Fülle neuer interessanter technischer Erkenntnisse und Einsichten aus seiner Zeit im Exil.

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1926
Er lässt die Marke „Stella Artois” bei der Handelskammer in Leuven eintragen. Diese Marke entwickelt sich zu einer internationalen Ikone.

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1940-1945
Zweiter Weltkrieg
Bietet mobilisierten Mitarbeitern der Brauerei und ihren Familien finanzielle Unterstützung.
Mobilisiert Brauerkollegen für den Wiederaufbau von Leuven nach schweren Bombardements, die die Brauerei und die Häuser der Arbeiter schwer beschädigt haben.
Setzt sich für die Versorgung der Zivilbevölkerung ein.
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1945-1946 - Nachkriegszeit:
Nachkriegszeit
Schwierige Jahre für die belgischen Brauereien.
Verhelst fördert eine bessere Information und Ausbildung der Mitarbeiter*innen -
1949
Offizielle Gründung des Fonds Voorzitter Verhelst
Nach mehr als 50 Jahren bei den Brauereien Artois beschließt Verhelst gemeinsam mit seiner Frau, einen Großteil ihres Vermögens für das Wohlergehen der Mitarbeiter von Artois zu verwenden.
29. Januar: Veröffentlichung der Satzung der gemeinnützigen Organisation Fonds Voorzitter Verhelst im Belgischen Staatsblatt.
15. September: Während einer Veranstaltung zu Ehren seines 50-jährigen Jubiläums als Vorsitzender wird der Fonds offiziell vorgestellt. Verhelst bringt dabei seinen Stolz zum Ausdruck, zu einer Vielzahl sozialer Initiativen des Unternehmens beigetragen zu haben, oft noch bevor diese gesetzlich vorgeschrieben waren.
Ziel: soziale Unterstützung der Mitarbeiter und ihrer Familien, mit besonderem Augenmerk auf das Wohlergehen und die Ausbildung ihrer Kinder.
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1955
Tod von Léon Verhelst im Alter von 83 Jahren
18. November: Léon Verhelst sagt morgens telefonisch seine Teilnahme an einer Sitzung des Verwaltungsrats am nächsten Tag ab. Er fühlt sich nicht gut. Gegen 15 Uhr meldet seine Frau, dass es ihm immer schlechter geht. Léon Verhelst stirbt noch am selben Tag.
Sein Tod wird in der Brauereibranche und in akademischen Kreisen zutiefst betrauert.
Seine Kollegen und ehemaligen Schüler erinnern sich an ihn als einen gerechten, bescheidenen und sozial engagierten Führer.
Léon Verhelst war ein Pionier und eine außergewöhnliche Persönlichkeit, die die belgische Brauereiindustrie und die akademische Ausbildung nachhaltig geprägt hat. Er verband Unternehmertum mit einem tiefen sozialen Engagement, was zu bleibenden Initiativen wie dem Fonds Voorzitter Verhelst führte. Seine Führungsqualitäten, sein internationales Netzwerk, seine Rolle als Professor und sein soziales Engagement machen ihn zu einer der einflussreichsten Persönlichkeiten in der Geschichte der belgischen Brauindustrie.Sein Vermächtnis lebt weiter in den Generationen von Brauingenieuren, die er ausgebildet hat, den sozialen Initiativen, die er ins Leben gerufen hat, und dem internationalen Ruf der belgischen Bierkultur.

Seine Kolleg*innen aus dieser Zeit beschreiben Léon Verhelst als bescheiden, als einen Mann ohne Intrigen und ohne Umwege. Er trifft Entscheidungen und handelt für Tausende von Menschen, wobei sein Hauptanliegen darin besteht, ihnen zu dienen. Er mag Autos nicht besonders und fährt lieber mit der Straßenbahn. Mittags findet man ihn eher im Büro mit seiner Brotdose und einer Flasche Tischbier als im Restaurant.
Seine Student*innen, Kolleg*innen und Angehörig*innen waren beeindruckt von seiner Gerechtigkeit, seiner Großmütigkeit und seiner Fähigkeit, das Beste aus jedem herauszuholen. Sie beschreiben ihn als einen echten „Minister”: wenn wir einmal die politische Bedeutung vergessen und zum lateinischen Ursprung des Wortes zurückkehren: ein demütiger Diener.
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